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Ihr Hund schnappt, beißt oder knurrt Treu, froh, anhänglich, dankbar, wachsam … ideales Gesellschaftstier, der Hund! Trotzdem werden in Belgien jährlich etwa 100 000 Leute gebissen, vor allem Kinder und meistens zu Hause. Wie kann das verhindert werden? 

 

 Wie kann man gegen einen aggressiven Hund vorgehen?  >> 

 Welche sind die Anzeichen? >> 

 Erkennen Sie die drohende Körpersprache eines Hundes?  

 Warum beißen Hunde?  >> 

 Wie können Unfälle verhindert werden?  >> 

 Überwachen Sie Hund und Kind.  >> 

 Tipps >> 

Hund Wie kann man gegen einen aggressiven Hund vorgehen?  

Bei den ersten Anzeichen aggressiven Verhaltens bei Ihrem Welpen oder Hund sollten Sie einen Tierarzt konsultieren. Warten Sie nicht, bis der Hund beißt, denn Verhaltensstörungen können besser vorgebeugt als geheilt werden.

Hund Welche sind die Anzeichen?
  • Ihr Hund schnappt, beißt oder knurrt, wenn Sie an ihn herankommen, mit ihm spielen oder ihn bürsten.
  • Ihr Hund schnappt, beißt oder knurrt, wenn jemand (Sie, ein Kind oder wer auch) ihn · streicheln will.
  • Ihr Hund knurrt, wenn jemand (ein Kind oder wer auch) an ihn herankommt.
  • Ihr Hund geht auf Personen in Bewegung (Fahrer, Radfahrer, Jogger) zu.
  • Ihr Hund greift andere Hunde an.
  • Ihr Hund hat Sie oder sonst wen gebissen.

 

Ihr Hund greift andere Hunde an.

 

Hund Erkennen Sie die drohende Haltung eines Hundes?

Bei dominanten Hunden, die angreifen wollen: Kopf und Rute nach oben gestreckt, Ohren gespitzt, Rückenhaare gesträubt, Lefzen nach oben, der Blick fest auf den Gegner gerichtet. 

dominanten Hunden

Bei ängstlichen Hunden: niedrige Körperhaltung, Ohren niedrig, Rute zwischen den Beinen, manchmal entblößte Zähne und nach hinten gezogene Mundwinkel. Sie können jedoch aus Angst beißen.

ängstlichen Hund

ängstlichen Hunden
Michel Auchede - www.mizopoint.net

Warum beißen Hunde?

Aus verschiedenerlei Gründen. Manche aggressive Verhaltungsweisen gehören zum normalen Verhalten von Hunden. Trotz seiner Sozialisation bleibt ein Hund doch ein Tier, das beißen könnte, : 

  • um sein Territorium zu verteidigen.

  • um seine Welpen zu beschützen.

  • um zu dominieren, aus Angst, aus Besitzdrang oder aus Jagdinstinkt.

  • aus Irritation (Neckereien durch ein Kind, Schmerz, ...)

Achten Sie hierauf!Warum beißen Hunde?

Hund Wie können Sie Unfälle verhindern?

Hunde müssen erzogen werden. Ein Hund wird gehorsam, ausgeglichen und sozial, wenn er sich von klein auf (zwischen 3 und 12 Wochen) an soziale Kontakte gewöhnt: Anwesenheit von Fremden, von Kindern, von Massen, von Menschen in Bewegung, von anderen Tieren, von Lärm, ... 

Ab dem Moment, wo der Hund in der Familie aufgenommen wird, soll das Herrchen oder Frauchen den Hund oft mal mit unbekannten Kindern und Erwachsenen in Kontakt bringen. Durch diesen Lernprozess wird der Hund mit anderen Hunden verträglich und dieser Prozess verringert seine aggressiven Reaktionen, ohne jedoch seine Wachsamkeit zu unterdrücken.

Einmal in der Familie aufgenommen, sucht er seine Rangordnung in der ‘Meute’, die die Familie darstellt. Der Hund darf nicht an der Spitze der Familie stehen. Im Gegenteil, er soll lernen, gehorsam zu sein.

Ein Hund ist kein Kind.

Ein Hund ist kein Kind. Er soll seinen Platz als Haustier kennen.

Einige Tipps:

  • Der Hund darf nicht am Tisch gefüttert werden. Er isst nach seinen Herrchen.
  • Der Hund hat einen getrennten Schlafplatz, sodass er nicht im Wege liegt und er das Tun und Lassen seiner Herrchen nicht kontrollieren kann.
  • Die Herrchen entscheiden über spielen und streicheln.
  • Der Hund darf seine sexuellen Triebe oder sein dominantes Verhalten nicht äußern, indem er bei jemand am Bein aufreitet.
  • Selbst spielenderweise beißen, kann man besser von klein auf abgewöhnen.
  • Der Welpe kann besser auch, wenn er noch jung ist, erfahren, dass man sein Spielchen, seinen Knochen, seine Krippe, … mal wegnehmen kann.

 

Der Hund darf nicht am Tisch gefüttert werden.

Unterricht in Hundeerziehung kann Ihnen dabei helfen, Basishandlungen im Umgang mit Ihrem Hund in den Griff zu bekommen und ihn gehorchen zu lassen (Sitz, Komm, Platz, Ruhig, … ). Dieser Unterricht ist bestens empfohlen.

Das Herrchen oder Frauchen soll die ‘Sprache des Hundes’ verstehen. Im Umgang mit Artgenossen verwendet der Hund eine Verhaltungssprache und er nimmt an, dass der Mensch die Sprache auch versteht. 

  • Ein gehorsamer Hund, der sich angegriffen fühlt oder Aggression vermeiden will, wird eine unterworfene Haltung annehmen, indem er sich platt auf den Bauch, auf seine Flanke oder auf den Rücken hinlegt. An einen Hund in dieser Haltung darf man weder herankommen, noch bestrafen. Sonst läuft man das Risiko, gebissen zu werden. 

  • Wenn ein dominanter Hund die Beine auf eine Person liegt, die er gebissen oder herausgefordert hat, macht er das nicht, um vergeben zu werden. Auf diese Weise äußert er seine Besiegung. Einen Hund in dieser Haltung darf man nicht streicheln, weil dies seine Dominanz bestätigt.

 

Hund Überwachen Sie Hund und Kind

Wenn Hund und Kind zusammen sind, sollten sie immer im Auge behalten werden. Viele Unfälle ereignen sich in unbeachteten Momenten. Lehren Sie das Kind den Hund zu respektieren (der Hund ist kein Spielzeug), seine Sprache zu verstehen, vorsichtig zu sein, auch bei einem Hund, den das Kind gut kennt.

Kinder sollen lernen:

  • den Hund zu respektieren: gefasst mit dem Hund zu sprechen, ihn schnüffeln lassen, ihn sanft streicheln, nicht an der Rute oder an den Ohren des Hundes zu ziehen.

  • den Hund beim Namen zu nennen, bevor ihn zu streicheln. Lassen Sie ihn in Ruhe, wenn er nicht kommt.

  • einen Erwachsenen zu benachrichtigen, wenn der Hund knurrt oder die Zähne zeigt. Kommen Sie nicht zu dicht und bleiben Sie ruhig.

  • um die Erlaubnis des Herrchens zu bitten, bevor sie einen unbekannten Hund streicheln.

  • direkten Blickkontakt mit einem unbekannten Hund zu vermeiden. Dieser Kontakt ist für den Hund bedrohend.

  • an Ort und Stelle stehen zu bleiben, die Arme locker neben dem Körper, nach oben gucken und nicht zu bewegen, wenn der Hund auf sie zugeht und sie Angst haben.

  • den Gegenstand, den sie in der Hand halten (Spielchen, Plätzchen, …), fallen zu lassen, wenn der Hund diesen abnehmen will. Kinder sollten sich nicht bewegen und warten, bis der Hund wegläuft. 

  • einen Erwachsenen zu benachrichtigen, wenn Hunde kämpfen. Kinder sollten nie versuchen, diese zu trennen.

  • eine Hündin und ihre Jungen in Ruhe zu lassen, so auch einen Hund, der an der Leine geführt wird, schläft oder isst, hinter einem Zaun oder in einem Wagen sitzt. Kommen Sie nicht zu dicht bei dem Hund, gehen Sie ruhig und still an ihm vorbei. 

eine Hündin

 

 

 

Hund Tipps
  • Kümmern Sie sich darum, dass Ihr Hund eine gute Erziehung bekommt.

  • Versorgen Sie Ihren Hund gut und kümmern Sie sich darum, dass er sich immer einer guten körperlichen und geistigen Gesundheit erfreut.

  • Lassen Sie ein Kind nie allein mit einem Hund (auch nicht mit dem Familienhund).

  • Konsultieren Sie beim ersten Anzeichen von Aggressivität Ihren Tierarzt.

  • Vergessen Sie Ihren Briefträger nicht!